Aikido

Aikido

Aikido ist eine japanische Verteidigungskunst, bei der Respekt vor allem Lebenden im Vordergrund steht. So versucht der Aikidoka sich mit einem Angreifer zu harmonisieren anstatt ihn zu konfrontieren. Dabei werden kreis- und spiralförmige Bewegungen benutzt, um die destruktive Kraft des Angriffs zu neutralisieren und derart auf den Angreifer zurückzuleiten, dass dieser kontrolliert werden kann. Aikidoka streben stets nach klaren Bewegungen und der richtigen Haltung zum richtigen Zeitpunkt.

Das Aikido-Training ist ein intensives körperliches Training. Das Ziel ist dabei die physische und psychische Entwicklung der individuellen Persönlichkeit. Die regelmäßige Ausübung entwickelt ein Gefühl für die körpereigenen Energien und fördert die Fähigkeit, innere Spannungen zu kontrollieren und abzubauen sowie Konfliktsituationen gelassen und ohne Aggression zu begegnen. Der erfahrene Aikidoka agiert mit minimalem Kraftaufwand, was das Praktizieren von Aikido bis ins hohe Alter ermöglicht.

Xavier Raphaël präsentiert die Grundzüge des Aikido

Der Ursprung von Aikido

Der Begriff Aikido besteht im Japanischen aus den Kanjis AI (Harmonie) KI (Energie) und DO (Weg) und lässt sich übersetzen als „Der Weg der Harmonisierung der Kräfte“ – dieser Weg steht damit neben vielen anderen (Lebens-)Wegen, die die japanische Kultur hervorgebracht hat, zum Beispiel den Tee-Weg (Chado) oder den Weg des Schwertes (Kendo).

Die japanischen Kanjis Ai, Ki und Do

Morihei Ueshiba

Gründungsfigur von Aikido